| Radierung,
460 x 370 mm (Plattenabdruck).
Links unten "Phlipp (sic) Hackert fec. 1777." Mittig betitelt:
"à la Cava". Links oben die Nummer 2.
Im Druck hervorragender, fein zeichnender Abdruck mit tiefen Schwärzen,
jedoch mit Erhaltungsmängeln am schmalen Rand: Einige kleinere
geschlossene Einrisse und Fehlstellen sowie ein 7 cm langer in den
Bildbereich hineinragender Einriß im oberen Drittel links
(in der Abbildung sichtbar).
Das
Blatt gehört zu einer Folge von vier Ansichten aus der Umgebung
von Neapel, die Hackert um 1777-1779 geschaffen hat (Suite de IV
Vues dessinées dans le Roiaume de Naples et Gravées
par Ja. Ph. Hackert à Rome 1779 ...).
Die großformatigen Radierungen zählen zu dem Besten und
Anspruchsvollsten, was Hackert in diesem Medium geleistet hat. Während
er sich sonst bei Radierungen häufig der Dienste anderer bediente,
führte er diese Blätter eigenhändig aus. Die Folge
ungewöhnlicher, malerischer Landschaften ist Hackerts nahem
Freund, dem einflußreichen Kunstkenner Johann Friedrich Reiffenstein
(1719-1793) gewidmet.
Im hier vorliegenden zweiten Blatt "à la Cava"
(Cava de' Tirreni) nimmt das Baummotiv die zentrale Bedeutung ein.
Norbert
Miller, Claudia Nordhoff: Lehrreiche Nähe. Goethe und Hackert.
Bestandsverzeichnis der Gemälde und Graphik Jakob Philipp Hackerts
in den Sammlungen des Goethe-Nationalmuseums Weimar. Kunsttheoretische
Aufzeichnungen aus Hackers Nachlaß. Mit Beiträgen von
Claude Keisch und Gisela Maul. München/Wien: Carl Hanser Verlag
1997, S. 181 ff.

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