| Radierung,
194 x 254 mm (Plattenabdruck).
In der Platte unten "Fruttajuolo di Napoi". Un der Darstellung
rechts Monogramm und Jahreszahl.
Ausgezeichneter
Abdruck auf dem unbeschnittenem Bogen. Wasserzeichen H. Blum. Der
breite Rand mit geringen Altersspuren.
Johann Adam Klein erhielt bereits mit 8 Jahren ersten
Zeichenunterricht bei Georg Christoph von Bemmel. Die Ausbildung
setzte sich fort an der Nürnberger Zeichenschule und bei dem
Kupferstecher Ambrosius Gabler, der neben der Unterweisung in den
druckgrafischen Verfahren auch seine Neigung zur Tierzeichnungen
förderte. Sichtbaren Einfluß aus Kleins künstlerische
Entwicklung hatte auch die Auseinandersetzung mit Aquarellen Wilhelm
v. Kobells.
Der
Höhepunkt der künstlerischen Entwicklung fällt zusammen
mit der Zeit seiner Freundschaft mit Johann Christian Erhard, der
gemeinsamen Reise ins Salzkammergut (1818) und dem Aufenthalt in
Italien (1819-1822). Klein zeigt seine Begabung insbesondere in
den Radierungen und Zeichnungen aus dieser Zeit. Die Fähigkeiten
in der Tierdarstellung und genrehaften Erzählung verbinden
sich mit einer frischen Auffassungsweise zu prägnanten Bildern.
Der neapolitanische Früchteverkäufer ist hierfür
eine überzeugendes Beispiel.
Nagler:
Künstlerlexikon, Bd. VII. S. 480 ff.

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