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und Pinsel in Braun über Bleistift, 190 x 246 mm.
Rückseitig Nachlaßstempel in Violett "Prof. Edm.
Kanoldt, Karlsruhe".
Vollkommen
frisch erhalten, etwas durchschlagender Nachlaßstempel links
unten, rückseitig Montagereste.
In seiner
reizvollen Unvollendetheit stellt dieses kleine Blatt ein besonders
eindrucksvolles Zeugnis der Zeichenkunst Edmund Kanoldts dar. Verstärkt
durch die Auslassung in der Bildmitte erscheinen die Bäume
fast mystisch überhöht - ein sprechendes Bild für
Kanoldts intensive Auseiandersetzung mit Baummotiven, das auch an
seinen Einsatz zur Rettung der Serpentare, des kleinen Eichenwäldchens
bei Olevano denken läßt.
Die vorliegende Zeichnung könnte in Italien, aber auch bereits
kurz vor Kanoldts Italienreise 1869 entstanden sein.
Stilistisch
zeigt sich deutlich der Einfluß seines Lehrers F. Preller
d.Ä. Dieser hatte ganz ähnlich wie später Kanoldt
in Italien einen Wald in Neuenburg vor der Abholzung bewahrt.
Möglicherweise ist das Blatt identisch mit der im Format etwas
abweichenden Katalognummer 408 bei Müller-Scherf (Flußlandschaft
mit Bäumen).
Edmund
Kanoldt: Landschafts als Abbild der Sehnsucht.
Karlsruhe: Städtische Galerie 1994.
Angelika Müller-Scherf: Edmund Kanoldt. Leben und Werk.
Pfaffenweiler: Centaurus 1992.
Domenico Riccardi (Hg.): Deutsche romantische Künstler
des frühen 19. Jahrhunderts in Olevano Romano. Milano: Electa
1997.

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